Gutachten
über Schimmelpilz,
Bauwerksabdichtungen, Feuchte, Schimmelpilze
Woran
erkennt der Laie einen SCHIMMELPILZGUTACHTER?
1. Dieser Gutachter für Schimmelpilz sollte mindestens ein Bauingenieur
sein
2.
seine Zusatzqualifikation als BERATENDER INGENIEUR erbracht haben.
3. Zusatzausbildungen über Schimmelpilzgutachten als Sachverständiger
für Schäden an Gebäuden
4. Vorlesungen über Schimmelpilz & Gutachten bei den Biologen
besucht haben
5. mindestens 5 Jahre als Bauleiter im Hochbau gearbeitet haben, bevor
er Gutachten über Schimmel schreibt
6. schon selbst mehrfach in Schimmelwohnungen gewohnt haben
7. schon selber Ärger über Schimmelpilz mit seinem Vermieter
gehabt haben
8. Keine Reklamationen bei Schimmelgutachten haben.
Diese Kriterien sind bei mir erfüllt.
Tipp
zum Gutachten über Schimmelpilz:
Alle Jahre wieder hat
die Schimmelsaison Hochkonjunktur im Winter. Bei mir als Gutachter für
Schimmelpilze in Berlin und Brandenburg steht das Telefon nicht still
zu dieser Zeit. In der Woche vor Weihnachten kam es zu Temperaturen
unter -5 ° C. Bedingt durch den feuchten Sommer und den feuchten
Herbst waren die Außenwände noch feucht. Durch die starke
und lange Absenkung der Temperaturen unter -5 ° wurden auch die
Außenwände schnell kalt.
Schon beginnt wieder der Streit ums Heizen
und Lüften. Die Vermieter stehen meist auf dem Standpunkt, dass
sie schlechte Mieter haben und diese an den Heizkosten und am Lüften
sparen. Sicherlich beeinflusst das Heizen und Lüften die Schimmelfreudigkeit
der Wohnungen. Ich fordere aber hiermit jeden selbst einmal auf, seine
Wohnung eine Woche lang nicht zu heizen und zu lüften und zu kontrollieren,
ob wirklich Schimmel entstanden ist. Bei mir im Selbstversuch war das
nicht so.
Die Bestätigung liefert schon ein
einfacher Vergleich in Richtung Bauphysik. Hier steigen jedoch die meisten
schon aus. Ein kurzes Beispiel sei angeführt: die normalerweise
21 ° warme Raumluft enthält ungefähr 21 gr. Wasserdampf
pro Kubikmeter. Die kalte Luft draußen enthält nur etwa 2
gr. Wasserdampf pro Kubikmeter bei 0 ° C. Nun versuchen sich natürlich
die hohe Luftfeuchtigkeit nach draußen auszugleichen. D. h. der
hohe Wasserdampfdruck kriecht durch alle undichten Poren und durchfeuchtet
die Wände. Er findet die Löcher meist in den Fensterfugen
zur Wand. Die Folge ist die verschimmelte Laibung.
Heizt man jedoch nicht, so sinken die Temperaturen
in den Zimmern ungefähr auf 12 - 14 ° ab. Bei diesen geringeren
Temperaturen ist logischerweise auch weniger Wasserdampf in der Luft.
Die Menge an Wasserdampf, die zur Kondensation zur Verfügung steht,
halbiert sich etwa. Hinzu kommt nun noch, dass die Differenz zwischen
den Wärmebrücken und den schwach erwärmten Wänden
nicht nennenswert ist. Es kommt also bei den schlecht geheizten Räumen
nicht zu einer Kondensation. Kritisch ist lediglich der Fall ungeheiztes
Schlafzimmer bei offener Tür. So kommt die warme Luft aus dem Wohnzimmer
durch die offene Tür in das Schlafzimmer, welches kalt ist, hinein.
Dort kondensiert sich das an den Wänden. Ein einfacher Trick, das
Geschlossenhalter der Tür zum Schlafzimmer den ganzen Tag, würde
hier Abhilfe schaffen.
Nun gibt es ein weiteres Problem zu beachten.
Die meisten Schimmelwohnungen treten grundsätzlich im Dachgeschoss
auf und im Erdgeschoss. Zusätzlich schimmeln noch Giebelwohnungen.
Bei genauer Betrachtungsweise sind es also immer die Ecken außen.
Man kann das mit dem Menschen vergleichen, wir frieren auch an unseren
Ecken außen: Nasenspitze, Fingerspitzen. So ist es nun also, dass
unsere schlechten Mieter, die nicht heizen und lüften, die haben
sich im Dachgeschoss und im Erdgeschoss verkrochen. Das ist nicht lustig,
aber Tatsache, dass im Dachgeschoss die oberen Ecken schimmeln und im
Erdgeschoss die unteren Ecken. Warum ist das genau so? Weil es dort
kalt ist. Oben kommt der Einfluss von kaltem Dach und unten kommt der
Einfluss vom kalten Fundament bzw. kaltem Keller. Fehlt nun ein warmes
Nachbarhaus, so kommt der Einfluss logischerweise vom kaltem Giebel
und der kalten Ecke.
Wir Architekten, Bauingenieure und Wohnungswirtschaftler
wissen das natürlich alles und es gibt deshalb eine sogenannte
Heizanlagenverordnung oder Heizkostenverordnung oder Heizkostenumlageverordnung.
Dort steht geschrieben, dass die Heizkosten zu 50 % bzw. 70 % umzulegen
sind. Diese Umlegung kommt deshalb zustande, weil die genannten kalten
Wohnungen im Erdgeschoss, an den Ecken und im Dachgeschoss bei den Heizkosten
benachteiligt sind. Sie brauchen mehr Heizkosten gegenüber den
warmen Wohnungen im Inneren. Bis dahin folgt mir also auch die Wohnungswirtschaft
und weiß, dass es kalte Wohnungen gibt. Jedoch besteht auch die
Pflicht des Vermieters oder Eigentümers, genau diese kalten Wohnungen
ausreichend mit Heizung zu versorgen. Hier haben wir schon das Problem:
es mangelt nämlich meist an einer ausreichenden Grundheizung an
den zu kalten Ecken. Kann nun eigentlich der Vermieter oder Mieter etwas
dafür, wenn ein Schrank an der Außenwand steht und es dort
schimmelt? Der Vermieter sollte doch dafür sorgen, dass die Außenwand
auch beheizt werden kann. Also muss er dort mindestens ein Heizungsrohr
hinlegen. Ist jedoch dort kein Heizungsrohr und handelt es sich um eine
Konvektionsheizung, wie heut zutage oft billigerweise ausgeführt,
so kann die Luft in der Tat nicht in alle Ecken strömen. Sie erinnern
sich, früher gab es auch noch abgerundete Ecken in den alten Stuckgebäuden.
Dies hatte natürlich auch den Grund, dass die Luftwalze um die
Ecke herumgeleitet wird.
Abschließend ein Aufruf an die Vermieter, Wohnungswirtschaftler
und Eigentümer: Bitte sorgen Sie dafür, dass alle Ecken
in allen Räumen beheizt werden können. Schon die alten Römer
haben das vor 2000 Jahren gewusst und haben eine sog. Hypokaustenheizung
entwickelt. Dies ist nichts weiter als warmes Wasser, welches im Sockelbereich
entlang läuft. Also ein einfaches Heizungsrohr, welches eine Grundwärme
in der Ecke liefert.
Aufruf an Mieter: Bitte seien Sie vorsichtig, wenn Sie Dachgeschoss-
oder Erdgeschosswohnungen mieten. Ganz kritisch sind frisch gemalte
weiße Wände. Schauen Sie bitte in den Ecken nach, ob sich
eventuell die Tapete dort lose anfühlt. Sie können das durch
Klopfen feststellen. Lose Tapete deutet immer auf Feuchtigkeitsschäden
hin. Dies wären dann Vorschäden. Aus diesem Grunde ist dann
meist der Vormieter ausgezogen. Auch mit dem Vormieter gab es dann schon
Ärger, ob er lüftet oder heizt. Da so eine Prozedur über
das Heizen und Lüften mit Streit sich meist über zwei bis
drei Jahre hinzieht und zum Auszug des Mieters führt, werden manche
Fälle einfach nicht gelöst, wenn jeder auf seinem Standpunkt
weiter beharrt.
Schimmelpilz
entsteht durch Kombination von Feuchte und organischem Material.Schimmelpilze
in Innenräumen sind nicht hygienisch.
Mittels
Schimmelpilztest im Labor, einer Schimmelmessung vom Gutachter
aus Berlin kann nachgewiesen werden sehen, ob Schimmelpilz
schädlich ist.
Auch verdeckter Schimmelpilz lässt sich sogar nach der Sanierung
durch eine Luftmessung (Freimessung) nachweisen.
Falls Sie gesundheitliche Probleme haben und Sie vermuten, dass diese
durch eine Schimmelpilzbelastung in ihren Wohnräumen ausgelöst
wird, empfiehlt sich eine Luftmessung
von Schimmelpilzsporen vor Ort.
Der Bausachverständige für Schäden an Gebäuden
Dipl. Ing. Schmalfuß Potsdam/ Berlin gibt Hinweise
zur Sanierung des Untergrundes und des Lüftungsverhalten
des Mieters beim Vorwurf: "mangelnde
Lüftung
und Heizung".
Für das Buch Schimmelpilze
und andere Innenraumbelastungen, von Frank Frössel erschienen
2003 im Fraunhofer IRB Verlag habe ich 30 Fotos von Bauschäden
durch Pilzbelastungen geliefert. Diese Bilder stammen vom Mietwohnungen
aus Berlin, die ich als Baugutachter im Auftrag von Wohnungsverwaltungungen
nach Schimmelpilz untersuchte.
Als
Sachverständiger in Potsdam & Gutachter
in Berlin
gebe
ich Beratung zu Schimmelpilz,
Feuchte und nehme selbst Untersuchungen vor.
Im
ausführlichen
SCHIMMELPILZGUTACHTEN
kann ich folgende
Fragen beantworten:
Wie
schlimm ist der Schimmelbefall tatsächlich?
Wie gefährlich sind die Pilzsporen für die Gesundheit der
Mieter?
Was muss getan werden, um den Schimmelbefall wirkungsvoll zu bekämpfen?
Z.
B.: Problem, alter und neuer Fenster:
Bei den undichten alten Fenstern wirken die äußeren
Scheiben als Sammler von Kondensat.
Im Gegensatz dazu können die Scheiben bei neuen bzw. abgedichteten
Fenstern diese Funktion nicht mehr übernehmen. Die besseren Scheiben
sind nun nicht mehr der kälteste Punkt im Raum. Die Wirksamkeit
kalten Stellen "verschiebt" sich. Andere Bauteile, welche
auch vorher schon kalt waren sind nun wirksam. Die Kälte wirkt
sich nun in den Ecken aus, die nicht mehr gut beheizt werden bzw. die
die Wärme schneller abgeben. Dies sind alle vorspringenden Bauteile
wie: Sockel, Ecken, Ringanker, Eingandsüberdachungen, Balkone,
Dachgauben usw.
"Schimmelpilz kann gut mit MMS, Fungiziden und Desinfektionsmitteln
entfernt werden, aber diese Chemikalien sind hochgiftig und können den
Menschen in weit stärkerem Maß beeinträchtigen, als der Schimmelpilzbefall.
Diese Mittel werden in die Raumluft abgegeben und können für den Menschen
bedenklich sein. Deshalb sollten sie im Wohnbereich nur in Ausnahmefällen
zur Beseitigung von Schimmelpilzresten oder deren Sporen
eingesetzt werden. Mit einer solchen Maßnahme wird das Problem nicht
gelöst, da nur die Symptome bekämpft werden und nicht die Ursachen",
siehe Partnerlabore: Umweltmykologie, Mykolab Berlin
Beispiel
zur Entfernung von Schimmelpilz in der Raumluft:
Sie können mit großer Vorsicht CIO2-Gas (Chlodioxyd
= MMS) benutzen, um Schimmelpilz oder Schwamm zu entfernen. Schliessen
Sie die Türen und Fenster während der Stunde der CIO2-Reinigung.
Um ein Zimmer zu reinigen platzieren Sie eine 10-20-Tropfen-Mixtur aktivierter
MMS in eine Untertasse oder Tasse in der Mitte des Zimmers. Dann verlassen
und schliessen Sie den Raum für eine Stunde. Der CIO2-Rauch wir
langsam austreten, mit der Zeit den Raum füllen und die Schimmelpilzsporen
töten.
Stets sind die baulichen Ursachen durch einen Baugutachter
zu klären. Die Lösung ist mit unter ganz einfach:
FEUCHTEQUELLEN entfernen, dann verschwindet der Schimmel auf
Wand und Decke für immer! Dabei meine ich nicht Ihr Aquarium oder
die Wäsche, die Sie regelmäßig in der Wohnung trocknen.
Es geht um Feuchte im Mauwerk infolge Wärmebrücken und mangelhafte
Isolierungen. Dies ist ein Dauerthema - Pfusch am Bau, siehe mein Auftritt
im TV Sat. 1 am Abend "Schimmelhaus" vom 7.2.2007.
Sie können, wenn Sie die Wohnung wegen Schimmel kündigen
wollen, auch einen Baubiologen zu Rate ziehen. Jedoch ist sein Lösungsansatz
mehr die Schädlichkeit des Pilzes nachzuweisen und die Brücke
zu Ihrer Gesundheit zu schlagen.
Das Wichtigste, die Ursachen am Bauwerk zu suchen bzw. auszuschließen
kann ein Baubiologe nicht sicher leisten. Ein Baubiologe ist in seiner
Ausbildung nicht immer ein Bauingenieur. Also liegt sein Schwerpunkt
auf der Biologie am Bau, wie es schon der Name sagt.
Hilfreich ist bei Kündigung der Wohnung wegen
Schimmelpilz auch ein Rechtsanwalt für Baurecht. Vor
dem Schaden sollten Sie noch in den Mieterbund eintreten. Der Mieterbund
hilft beim Rechtsschutz und bei der Auswahl eines geeigneten "Sachverständiger
für Schimmelpilze", welcher auch Luftmessungen
zum Schimmelpilz durchführen kann.
Der schlechteste Verbündete im Kampf gegen den Schimmel
ist manchmal Ihr Vermieter. Der sagt Ihnen meist zuerst, dass Sie doch
besser Lüften sollten. Aber dies wussten Sie schon und hilft auch
nicht immer. Verzeihung, dass ich mich hier mal gegen die Vermieter
stelle, aber das ist meine 15 Jährige Erfahrung als "Schimmelentferner"
und auch Betroffener. Wünschenswert wäre, wenn sich ein Wohnungsverwalter
im Interesse des Eigentümers dafür einsetzt, dass es keine
wiederholten Kündigung der Wohnung wegen Schimmel gibt.
Ein Gutachten über die Ursachen von Schimmelpilzen ist immer
preiswerter, als der Mietausfall und ein Gerichtsprozess.
Fallschilderung:
Nach Einzug in Ihr neues Heim haben die Sanirtärleitungen
ihre erste Belastungsprobe.Manchmal werden Muffen undicht. Wasser sickert
heraus. Es kommt zum Wasserschaden
und Schimmelpilz entsteht. Ihre Hausratversicherung würde den
Schaden: tragen. Sie brauchen jedoch ein Schadensgutachten über
die verstecken Schäden infolge der Schimmelpilze. Die Schadenssumme
kann 10 T € erreichen..
Aktuell
aus dem Sanierungsleitfaden
des Landesgesundheitsamtes Baden-Württemberg:
(„Handlungsempfehlung für die Sanierung von mit Schimmelpilz befallenen
Innenräumen“)
Was ist neu:
Schimmelschäden werden bezüglich ihrer „Gefährlichkeit“ in drei
Kategorien unterteilt:
Kategorie 1:
Schadensausmaß
(sichtbare und nicht sichtbare Materialschäden) Keine bzw. sehr geringe
Biomasse
(z. B. geringe Oberflächenschäden < 20 cm2
Kategorie 2:
oberflächliche
Ausdehnung < 0,5 m², tiefere Schichten sind nur lokal begrenzt betroffen
Mittlere
Biomasse
Kategorie 3:
Große Biomasse; großflächige Ausdehnung >0,5 m², auch tiefere Schichten
können betroffen sein.
Aufwendige
Maßnahmen zum Schutz:
aufwendigen Abschottungsmaßnahmen und tiefgreifender Sanierung inklusive
Putz
Die
Einschätzung der Gefährdung durch Schimmelpilz ist nur mit Laboren,
die eine Schimmelpilzartbestimmung durchführen, möglich. Von
bestimmten Schimmelpilzarten, wie zum Beispiel aspergillus fumigatus,
aspergillus flavus, stachybotrys chartarum gehen besondere Gefährdungen
aus, die besondere Schutzmaßnahmen erfordern.
Vorschläge für die Abstufung von Schutzmaßnahmen im Arbeitsbereich für
den sanierenden Maler sind zu entnehmen.
Empfohlene Schutzmaßnahme im Arbeitsschutzbereich Arbeiten über mehr
als eine Stunde, und / oder starke Entwicklung von Feinstaub bzw. Aerosolen,
Arbeiten über Kopf x Atemschutz mit P3-Masken; empfohlen werden Gebläse
unterstützte TM3P bzw. Atemschutz-hauben, TH3P, Einweg-schutzanzug mit
Kapuze Kat. III, Typ 5 + 6 (bei Arbeiten mit belastetem Wasser gegen
Mikroorganismen dicht), Schutzbrille, Handschuhe siehe oben, der Baustelle
angepasste abwaschbare Schuhe ggf. Überziehschuhe, möglichst technisch
Luftabsaugung Kurzzeitige Arbeiten, und / oder vornehmlich Entwicklung
von Grobstaub x Einwegschutzanzug, Schutzbrille, Handschuhe, Atemschutz
mit P3-Filter, empfohlen werden Gebläse unterstützte TM3P
Biologische Risiken In
der Umwelt und in Innenräumen muß sich der Mensch mit einer Vielzahl
unterschiedlicher "biologischer Schadstoffe" auseinandersetzen. Bei
diesen kann es sich sowohl um noch lebende als auch um bereits abgestorbene
Mikroorganismen wie Bakterien und Schimmelpilze handeln. Viren und auch
Parasiten wie z.B. Milben werden ebenfalls dieser Gruppe zugeordnet.
Außerdem sind Stoffwechselprodukte, Zellbestandteile, Myzelbruchstücke,
Ausscheidungsprodukte usw. dieser Organismen und u. a. auch von Pflanzen
(Pollen) und von Haustieren hierunter im weitesten Sinne einzuordnen.
Hierbei handelt es sich um nieder- bis mittelmolekulare (MVOC (Microbial
Volatile Organic Compounds), Ergosterol, Toxine) sowie hochmolekulare
(ß-Glukane, Allergene, Endotoxine, Pyrogene) Verbindungen. Das Spektrum
der "biologischen oder biogenen Schadstoffe" erstreckt sich also von
Mikroorganismen, die sich unter günstigen Lebensbedingungen (Feuchtigkeit
und Wärme) vermehren können bis zu thermisch sehr stabilen chemischen
Verbindungen. Die "biologischen Schadstoffe" besitzen ein breitgefächertes
Spektrum gesundheitlicher Wirkungen. Sie können u.a. eine allergene,
eine toxische, eine immuntoxische, eine reizende, eine infektiöse aber
auch eine geruchsbeeinflussende sowie entzündungsauslösende Wirkung
aufweisen, wobei die genannten Wirkungen für sich allein aber auch in
Kombination auftreten können. Zur Zeit geht man davon aus, dass der
allergenen Wirkung dieser "Schadstoffe" die größte Bedeutung zukommt.
Das Auftreten bzw. die Konzentration der "biologischen Schadstoffe"
in der Umwelt und damit auch in Innenräumen ist meist abhängig von der
Jahreszeit. Ihre Aufnahme kann inhalativ, oral und perkutan (über die
Haut) erfolgen. Häufig kommt es dazu, dass mehrere dieser "Schadstoffe"
gleichzeitig vorliegen, z.B. geben Schimmelpilze sowohl Allergene, Toxine,
ß-Glukane als auch MVOC ab und treten bei Feuchteschäden in Wohnungen
oft vergesellschaftet mit Bakterien sowie Milben auf. Auch Schimmelpilzsporen
und Pollen treten bei bestimmten Jahreszeiten oft vergesellschaftet
in hohen Konzentrationen auf. Das Gebiet der "biologischen Schadstoffen"
ist sehr komplex und eine Abgrenzung zu den chemischen Schadstoffen
auf der einen und zu den Infektionserregern auf der anderen Seite ist
nicht ganz eindeutig. So könnten z.B. die Toxine auch aus dem Blickwinkel
der chemischen Gefahrstoffe betrachtet werden, während von Bakterien,
die aufgrund einer Havarie mit fäkalem Abwasser in eine Baukonstruktion
gelangt sind, eine große infektiöse Gefährdung ausgehen kann. Die meisten
dieser "Schadstoffe" sind Teil der natürlichen Biosphäre mit einer wichtigen
Funktion in den allgemeinen Lebenskreisläufen.